Hellsehen

Hellsehen bzw. "inneres Sehen" von räumlich entfernten und unsichtbaren Gegenständen, aber auch Sachverhalten, die dem normalen Gesichtssinn entzogen sind. In der Praxis werden beim Hellsehen okkulte Gegenstände wie Kristallkugeln verwendet, oder man benutzt einen Gegenstand einer verschollenen Person, die man aufspüren möchte. Der bekannteste Hellseher in der jüng sten Zeit war Croisset. Seit Urzeiten gibt es Berichte über Menschen, die zukünftige Ereignisse vorhersehen können, einige nennen die Gabe das »zweite Gesicht«. In vielen alten Kulturvölkern hatten die »Seher« eine herausragende Stellung. Bei den vorchristlichen Hebräern hatten sie einen ähnlichen Rang wie der Papst heute bei den Katholiken. Immer wieder tauchte die Frage auf, ob ein Unheil auch eintraf, wenn der Betroffene davor gewarnt worden war.
Professor Dr. Hans Holzer vertritt die Meinung: »Mir scheint, das große Muster der Ereignisse liegt schon lange fest, ehe wir ihren Zeitplatz erreichen. Die Menschen bewegen sich ihm im normalen Verlauf ihres täglichen Lebens entgegen. Wenn ihre eigene Zeitspur die des Ereignisses kreuzt, so tritt das Ereignis eben ein. Sind sie vorgewarnt, so können sie schneller oder auch vorsichtiger reagieren, um dem Schlag auszuweichen.« Einige Wissenschaftler sind der Meinung, Hellsehen sei wie andere außersinnliche Wahrnehmungen, eine dem Menschen verloren gegangene Fähigkeit. Viele Hellseher, wie »Der große Cheiro«, der der amerikanischen Polizei häufig bei der Aufklärung von Verbrechen half, verloren ihre Gabe irgendwann.